De Bär

Komödie in einem Akt nach Anton Tschechow mit Musik zusammengestellt von Marc Steinbach ab 12 Jahren Premiere24. Juni 2023

„Dat is Gleichberechtigung. Emanzipation is dat! Kein Ünnerscheid twischen Mann un Fru. Ut Prinzip scheit ick ehr öwern Hupen!“

Gutsbesitzerin Elsa trauert voller Leidenschaft um ihren vor Monaten verstorbenen Gatten und nimmt sich vor, das Haus bis zu ihrem eigenen Tod nicht mehr zu verlassen. Doch als der ungehobelte Atillerieleutnant a.D. Gregor von Seydel auftaucht und das Geld erbittet, das ihr Mann ihm noch schuldig war, ist es mit der Ruhe auf dem Hof vorbei. Der Streit, welches Geschlecht verlogener und falscher sei, steigert sich zu einem bewaffneten Duell. Dabei ist der Feuer zwischen den beiden Dickschädeln eigentlich schon längst entfacht.

In seiner Komödie Der Bär, die in einer Reihe mit den Einaktern Der Heiratsantrag und Die Hochzeit steht, zeichnet Anton Tschechow mit größtmöglicher Einfachheit und ohne Wertung eine ungeschminkte Sicht auf die Realität, die unweigerlich zum Lachen verleitet. Das Freilichtmuseum Mueß bietet eine perfekte Kulisse für das im 19. Jahrhundert angelegte Stück, das Tschechow selbst als „Scherz“ bezeichnete und lädt unter freiem Himmel zu einem Sommerabend mit guter Laune ein.

Regie
Philip Lüsebrink